EOTECH stellt neues HWS CUAS zur Drohnenabwehr vor

Drohnen gehören inzwischen zum festen Bestandteil moderner Gefechtsfelder. Insbesondere kleine und kostengünstige Systeme stellen eine zunehmende Bedrohung für Soldaten, militärische Einrichtungen und kritische Infrastruktur dar.

EOTECH reagiert auf diese Entwicklung mit dem neuen HWS CUAS (Counter Unmanned Aircraft Sight) – einem speziell für die Bekämpfung unbemannter Luftfahrzeuge entwickelten holografischen Visier.

Das neue EOTECH HWS CUAS wird auf Basis der bewährten EXPS3- und XPS3-Plattformen angeboten. Im Mittelpunkt steht ein speziell entwickeltes holografisches Absehen, das eine schnelle Zielerfassung und die Bekämpfung sowohl stationärer als auch bewegter Drohnen unterstützen soll.


Spezielles CUAS-Absehen für bewegte Ziele

Für stationäre Drohnen verfügt das CUAS-Absehen über einen zentralen Zielpunkt, der von unterbrochenen äußeren Kreisen umgeben ist. Diese Gestaltung soll eine schnelle Zielaufnahme ermöglichen.

Zusätzliche Vorhaltemarken unterstützen den Anwender bei bewegten Zielen. Abhängig von Entfernung und Bewegung der Drohne kann intuitiv der entsprechende Haltepunkt gewählt werden.

EOTECH nennt hierzu ein konkretes Beispiel: Bewegt sich eine Drohne mit rund 30 mph (ca. 48 km/h) im 90-Grad-Winkel quer zum Anwender, können die inneren linken beziehungsweise rechten Punkte als Vorhalt für ein Ziel in 50 Metern Entfernung genutzt werden.

Für eine Entfernung von 90 Metern dienen die äußeren Chevrons als Referenz.


Warum ein holografisches Visier?

Gerade bei komplexeren und großflächigeren Absehen spielt die holografische Technologie ihre Stärken aus. Laut EOTECH ermöglicht sie, dass die verschiedenen Ziel- und Vorhaltepunkte unabhängig von Form und Größe des Absehens am Ziel scharf wahrgenommen werden können.

Todd Estes, Vice President of Engineering bei EOTECH, hebt zudem hervor, dass holografische optische Elemente ein großes Sichtfeld ermöglichen und Parallaxenfehler gegenüber konventionellen optischen Lösungen auf ein Minimum reduzieren können.

Damit überträgt EOTECH die Eigenschaften seiner etablierten Holographic Weapon Sights auf einen Einsatzbereich, der auf modernen Gefechtsfeldern zunehmend an Bedeutung gewinnt.


HWS CUAS als EXPS3 und XPS3

EXPS3 CUAS

Die EXPS3-Ausführung verfügt über seitlich angeordnete Bedientasten, was insbesondere bei der Kombination mit Nachtsichtgeräten oder Magnifiern von Vorteil ist.

Hinzu kommt ein einstellbarer und verriegelbarer Quick-Detach-Hebel zur schnellen Montage und Demontage.

XPS3 CUAS

Das kompaktere XPS3 verfügt dagegen über rückseitig angeordnete Bedientasten.


Technische Daten

EOTECH EXPS3 CUAS

  • Abmessungen: 96,5 × 58,4 × 65 mm
  • Gewicht: ca. 317,5 g
  • Montage: 1" Weaver oder MIL-STD-1913
  • Verstellung: 0,5 MOA pro Klick
  • Helligkeit: 20 Tageslicht- / 10 Nachtsicht-Stufen
  • Wasserdicht: bis 10 m
  • Stromversorgung: 1 × CR123
  • Batterielaufzeit: bis zu 1.000 Stunden bei Nominaleinstellung 4 und Raumtemperatur

EOTECH XPS3 CUAS

  • Abmessungen: 96,5 × 53,3 × 64 mm
  • Gewicht: ca. 255 g
  • Montage: 1" Weaver oder MIL-STD-1913
  • Verstellung: 0,5 MOA pro Klick
  • Helligkeit: 20 Tageslicht- / 10 Nachtsicht-Stufen
  • Wasserdicht: bis 10 m
  • Stromversorgung: 1 × CR123
  • Batterielaufzeit: bis zu 1.000 Stunden bei Nominaleinstellung 4 und Raumtemperatur

Beide Modelle werden in den USA gefertigt.


EOTECH reagiert auf neue Bedrohungslagen

Mit dem HWS CUAS erweitert EOTECH das klassische Einsatzspektrum holografischer Visiere um eine Lösung, die gezielt auf die zunehmende Bedrohung durch kleine unbemannte Luftfahrzeuge zugeschnitten ist.

Statt einer vollkommen neuen Plattform setzt der Hersteller auf die etablierten EXPS3- und XPS3-Systeme und ergänzt diese um ein spezialisiertes Absehen für stationäre und bewegte Drohnen.

Dadurch bleiben Bedienkonzept, Bauform und wesentliche Eigenschaften der bekannten EOTECH-Plattformen erhalten.


EOTECH bei IEA MIL-OPTICS

EOTECH Produkte sind in Deutschland bei IEA MIL-OPTICS erhältlich.